Chelattherapie


Entgiftung von gefährlichen, zellschädigenden Schwermetallen

Chelattherapie wird oftmals als eines der effizientesten Verfahren zur Ausleitung von Schwermetallen gesehen. Sie wird weltweit angewandt; auch in Deutschland ist die Chelattherapie weit verbreitet.

Die Chelattherapie wird mittels Infusionen durchgeführt. In die Infusionen kommen verschiedene Mineralstoffe und Vitamine, aber vor allem die Wirkstoffe, die als „Chelatbildner“ bezeichnet werden. In manchen Fällen kann auch eine orale (DMSA-, DMPS-Kapseln) oder rektale (EDTA-Zäpfchen) Applikation sinnvoll sein, wenn beispielweise kleinere Belastungen oder "ungünstige" Venen vorliegen.



Es gibt auf der einen essentielle Metalle und Mineralien, die für den Stoffwechsel und die Zellenfunktionen innerhalb des Körpers und zur Gesunderhaltung unentbehrlich sind.
Diese sind: Calcium, Kalium, Magnesium, Mangan, Molybdän, Natrium, Phosphor, Eisen, Kupfer, Zink, Chrom, Jod, usw.



Auf der anderen Seite gibt es schädigende Metalle, wie z.B. Quecksilber, Aluminium, Arsen, Blei, Palladium, Kupfer, Cadmium, usw. Diese toxischen Metalle können Zellen zerstören und die Selbstregulation des Körpers beinträchtigen und somit den Nährboden für Krankheit schaffen.

Die Haupteigenschaft von Chelatbildnern ist die enorme Bindungsfähigkeit von schädigenden Metallen. Die so gebundenen Metalle werden wasserlöslich gemacht und können anschließend über den Urin aus dem Körper ausgeschieden werden.


Chelatbildner sind künstliche Aminosäuren und die zum Einsatz kommende Vertreter sind:

Na-Ca-EDTA (Ethylen-Diamin-Tetra-Acetat),
DMSA (Dimethylbersteinsäure).


Einsatzgebiete:

Bei
- chonischen Krankheiten,
- neurologischen / neurodegenerativen Erkrankungen,
- arteriellen Verschlußkrankheiten, Arteriosklerose,
- Rheuma,
- Inflammationen,
- Darmstörungen,
- Autoimmunerkrankungen,
- Erkrankungen der Haut,
- mitochondriale Dysfunktion,
- Krebs
- Burn-out
- Umweltbelasungen
können Chelat-Infusionen angezeigt sein. Ein Heilversprechen kann an dieser Stelle jedoch nicht gemacht werden.


Nebenwirkungen:

Bei sorgfältiger Anwendung sind keine bedeutenden Nebenwirkungen zu erwarten. Bisweilen können bei der Infusionsgabe vereinzelt Schmerzen, Müdigkeit oder Veränderungen des Blutdrucks oder des Blutzuckerspiegels auftreten.

Diese Symptome können jedoch leicht durch Reduzierung der Infusionsgeschwindigkeit und anderen einfachen Maßnahmen kontrolliert werden. Nach zwei Anwendungen verschwinden diese Begleiterscheinungen meist. Je nach der Art des Schwermetalls und verwendetem Chelator beträgt die Infusionsdauer zwischen 1,5 und 3 - 4 Stunden.

Sorgfälltige Blut- und Urinanalysen vor und möglicherweise auch während und nach der Therapie gewähren eine bestmögliche Verlaufskontrolle.


Kontraindikationen:

- dekompensierte Herzinsuffizienz,
- ausgeprägte Herzrythmusstörungen,
- schwere Leber- und Nierenfunktionsstörungen,
- ausgedehntes Aneurysma,
- Tuberkulose,
- Schwangerschaft,
- Allergie auf EDTA.


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